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Geplant war das Ganze nicht. Schon fast in guter Tradition ist das
Kirnitzschtalfest unser Abgesang im Sommer und so sollte es auch in diesem
Jahr sein. Nach dem tff Rudolstadt erreichte uns dann aber ein sehr
netter Vorschlag aus
Friedrichshafen, das dortige Kulturufer nicht auszulassen und wir haben uns
mit gemischten Gefühlen zu einer Sponti-Reise am letzten Juliwochenende an
den Bodensee überreden lassen. Denn auch wenn wir auf dem Weg dorthin das
Bardentreffen in Nürnberg mitnehmen wollten - rein pekuniär versprach unser
Vorhaben keine Erfolgsgeschichte. Die Neugier auf beide Festivals siegte
jedoch und so machten wir uns am Freitag auf den Weg gen Süden. Das
Bardentreffen in Nürnberg hat ja einen legendären Ruf, stand ohnehin auf
unserer Liste und lag direkt am Wegesrand. Um es abzukürzen: wir wurden
hoffnungslos enttäuscht. Nürnberg bietet Straßenmusikanten bestimmt
wunderschöne Plätze - nur eben nicht beim Bardentreffen und schon gar nicht,
wenn den örtlichen Behörden das Duisburg-Syndrom in den Amtsknochen steckt.
Und so war das Bardentreffen für uns rein wirtschaftlich ein sinnvoller
Zwischenstopp, aber eben auch nicht mehr.
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Am darauffolgenden Morgen sind wir aus dem Fränkischen ins Schwabenland
aufgebrochen und als wir gegen Mittag am Ufer des Bodensees standen, war uns
sofort klar, dass sich die Reise gelohnt hat. Das lag zum einen natürlich an
der traumhaften Kulisse, vor allem aber an der Tatsache, dass uns der
Veranstalter und unsere Gastgeber sehr warmherzig aufnahmen. Nach
unserem Nürnberger Erlebnis war es besonders wohltuend, dass
Straßenmusikanten in Friedrichshafen nicht nur sehr willkommen, sondern
ein wichtiger Programmteil sind. So lassen sich Spontaneität und Charme regelrecht planen.
Hut ab!
Wir haben die beiden Tage sehr genossen: Musizieren am Seeufer bei
schönstem Sommerwetter und in tollem Ambiente, ein sehr neugieriges und
aufgeschlossenes Publikum, das mit uns
selbst dann lachen
konnte, wenn wir im tiefsten Schwaben unsere säggs´schen Liedlein
gesungen haben. Und dass sich Konstantin Wecker mal unser Programm anhört,
hätten wir auch nicht erwartet. Wenn man dann zwischen zwei Muggentagen
morgens in den See springen kann ist das schon ein bisschen wie vorweg
genommener Urlaub.
Fazit: Wir können euch dieses kleine, aber feine Festival nur
wärmsten empfehlen. Und nochmals ein Dankeschön an die netten Menschen, die
uns dahin gelockt haben... |
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