Museumsfest in Reitzengeschwenda - August 2013

Besprochen hatten wir das Ganze schon 2010, als wir auf unserer thüringer Himmelfahrt im Garten des schönen Volkskundemuseums in Reitzengeschwenda gelandet waren und dort auf zwei gute Museumsgeister trafen.

Dann mussten doch drei Jahre ins Land gehen, ehe sich das kleine Museum so eine Jubel-Feier leisten wollte. Angelockt wurden wir aber eigentlich mit der Aussicht auf einen neuen Filzhut. Seit unser alter Wegbegleiter vom VEB Dresdner Hutmoden beim tff auf sehr dubiose Weise abhanden kam, waren wir so zu sagen ohne Münzsammeleinrichtung und fühlten uns sehr unfolkkommen. Wir sind also mit zwei guten Gründen nach Thüringen aufgebrochen.

Hartmut Woborschil und sein nettes Weib hatten den Garten des Museums für die Gäste hergerichtet, die Frauen des Dorfes hatten sich nicht lumpen lassen und typische thüringer Wagenräder gebacken, welche schließlich nach guter alter Tradition in mundgerechten Stückchen kunterbunt auf die Teller der Gäste kamen. Das Publikum war bestens gelaunt und so hatten wir einen sehr schönen Nachmittag. Schade nur, dass der eingeladene Bürgermeister sich nicht blicken ließ und das Jubiläum so ohne die - eigentlich fällige - öffentliche Würdigung auskommen musste.

Dem schönen Nachmittag hat's keinen Abbruch getan. Als wir am Abend dann als Dankeschön einen neuen Filzhut geschenkt bekamen, war unser Glück perfekt. Und so sieht er aus - unser Neuer:

Einen Schnelltest haben wir am Sonntag auf dem Töpfermarkt in Naumburg gemacht; naja - der Neue muss noch üben...

P.S. Wir wünschen unserem alten Filzhut ein schönes Leben, wo und mit wem auch immer!

 
 

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