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Ein ganz normaler Samstag Nachmittag in Ilmenau, denn das Kickelhahnfest
findet erst am Sonntag statt (unser Eigenmanagement hat gnadenlos
versagt...). Keine Menschen weit und breit, die Innenstadt rüstet sich zur
Nachtruhe. Trotzig, den weiten Weg nicht umsonst auf uns genommen zu haben,
und wild entschlossen, die wenigen Ilmenauer aus ihren Häusern zu locken,
stören wir die Beschaulichkeit mit unseren Gesängen. Nach einer dreiviertel
Stunde packen wir völlig frustriert ein und suchen eine Kneipe, in der wir
unseren mageren Hutinhalt auf sinnvolle Art vernichten und unsere Wunden
lecken können.
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Spätabends im Basislager an der Hohenwarte wieder angekommen beschließen wir, über Ilmenau den Bann zu sprechen und uns dem Kickelhahnfest zu verweigern. Das Wetter verspricht Gutes für den Sonntag und wir benötigen dringend ein Erfolgserlebnis, um unser angeschlagenes Ego wieder aufzurichten. So machen wir uns am nächsten Tag auf den Weg nach Erfurt, wo wir an einem sicheren Platz Zuspruch tanken wollen. Die Krämerbrücke hält was wir uns erhofft hatten: wir haben unseren Spaß - das Publikum ebenso.
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Auf dem Rückweg zum Muggenmobil entdecken wir dann noch eine wunderschöne Ecke: das Haus zum Sonneborn. Es ist zwar kaum Bewegung in der kleinen Gasse, aber der Ort fasziniert uns. Wir fangen an zu singen und die schöne Akustik des Plätzchens lockt dann auch schnell Zuhörer. Fazit: hier müssen wir beim nächsten Krämerbrückenfest unbedingt spielen. Wir sind mit uns und Thüringen wieder versöhnt und genießen den Sommerabend am Feuerchen...
P.S. Danke an unsere "Groupies" Anette und Karsten, dass sie diese Odyssee mit uns geteilt haben und Danke an Karsten für die schönen Fotos. |
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