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Unfolkkommen

[23.10.2017]

Abgesang auf der Straße

Zwiebelmarkt Weimar - Oktober 2017

Das schöne Wetter am zweiten Oktober-Wochenende ließ gar keine andere Entscheidung zu, als kurzerhand ein letztes Konzert auf der Straße zu geben. Die Wahl fiel auf Weimar. Und nicht nur, weil dort alljährlich der Zwiebelmarkt stattfindet. Unser ELBEREISE-Gastgeiger Jens Sachse wohnt dort und wir wollten in diesem Jahr unbedingt noch einmal unser Säggs`sches Programm spielen.
Wir verabredeten uns für 12 Uhr in der Windischenstraße, einer kleine Gasse neben den Zwiebel-Hauptströmen und einer der wenigen akustischen Inseln im Markttrubel.

Man kann dort sehr gut ohne elektrische Verstärkung auskommen und wird nicht, wie auf den Marktstraßen, von den zwiebeltrunkenen Massen nieder gewälzt. Trotzdem war gut Publikum da und der Spaß für uns war groß.

Ein kleiner Versuch, den Platz zu wechseln, scheiterte an der allgemeinen Menschenverstopfung und den fehlenden guten akustischen Alternativen, also blieben wir bis Fünf an dem schönen Plätzchen.
Danke an die Organisatoren, die für Straßenmusikanten ein weites Herz haben! Das gibt´s leider sehr selten...
 
 

Kontakt

In unserem kurzweiligen Workshop erzählen wir Euch davon. Wir haben acht Lieder aus unserer Region ausgewählt, die wir in den letzten Jahren ausgegraben, zufällig gefunden oder aus dem Publikum geschenkt bekommen haben. Zu all diesen Liedern gibt es eine Geschichte, alte Liederbücher, Grafiken, Fotos oder alte Liedpostkarten, die wir zum Anschauen und Anfassen dabeihaben. Im Mittelpunkt jedoch steht meist die uns von netten Menschen ins Handy gesungene Liedvariante, vielleicht noch etwas illustriert mit gefundenen Melodie-Vorlagen.

Mit diesem Werkzeugkasten erzählen wir Euch, warum und wie wir diese Lieder gesucht und gefunden haben, wie wir mit dem vorgefunden Material (mal mehr oder weniger behutsam) umgehen, warum es früher oftmals keine Refrains gab und wir den selber schreiben mussten oder dass es auch für uns Strophen und Textpassagen gibt, die im früheren Kontext zwar absolut verständlich waren, für uns heute aber nicht mehr singbar sind. 

Liedtexte nebst Quellen und Grafiken haben wir für jeden Teilnehmer als kleines analoges Heften dabei, so dass Ihr auch alle mitsingen könnt. Bei allem Spaß, den wir im Workshop haben werden: Wir sind uns sicher, dass Ihr mit der Erkenntnis nach Hause geht, dass Folkslieder in Mundart zu singen weder peinlich noch putzig ist, sondern ein wertvoller und erhaltenswerter Teil unserer regionalen Tradition und unseres kulturellen Erbes.

Unsere Quellen seht Ihr in der Bildergalerie.
© Unfolkkommen
Verstanden
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