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Unfolkkommen

[15.12.2009]

Weinböhlaer Adventskalender 2009 - Türchen N°5

Eigentlich hatten wir uns schon übers Jahr vorgenommen, im Advent ein Türchen bei den Stadtmusikanten in der Dresdner Neustadt zu sein. Die jedoch mussten mangels Unterstützung für 2009 die Segel streichen und wir waren wirklich traurig.

Völlig unerwartet sind wir am zweiten Adventswochenende dann doch noch in einen lebendigen Kalender geraten. Und der kam nur zustande, weil die Dresdner in ihrer letzten Verzweiflung die Weinböhlaer Kulturmacher baten, ein Adventsfenster zu übernehmen, diese wiederum in ihrem grenzenlosen Enthusiasmus die Aufgabe so verstanden, dass sie den gesamten Dresdner Kalender gestalten sollen, sich daraufhin erheblich mehr Leute als der Dezember Türchen hat meldeten, sich dann das lustige Missverständnis aufklärte und ... und dann bliesen die Dresdner Stadtmusikanten die Aktion ab.

Übrig blieben 24plus hyperaktive Fensterchen; die Weinböhlaer nahmen die Sache also selbst in die Hand und so sind wir, obwohl eigentlich nur für die nicht-Weihnachts-Musik im Peterkeller gebucht, schließlich doch noch ein Kalenderfenster, und zwar Nummer 5, geworden.
 

Kontakt

In unserem kurzweiligen Workshop erzählen wir Euch davon. Wir haben acht Lieder aus unserer Region ausgewählt, die wir in den letzten Jahren ausgegraben, zufällig gefunden oder aus dem Publikum geschenkt bekommen haben. Zu all diesen Liedern gibt es eine Geschichte, alte Liederbücher, Grafiken, Fotos oder alte Liedpostkarten, die wir zum Anschauen und Anfassen dabeihaben. Im Mittelpunkt jedoch steht meist die uns von netten Menschen ins Handy gesungene Liedvariante, vielleicht noch etwas illustriert mit gefundenen Melodie-Vorlagen.

Mit diesem Werkzeugkasten erzählen wir Euch, warum und wie wir diese Lieder gesucht und gefunden haben, wie wir mit dem vorgefunden Material (mal mehr oder weniger behutsam) umgehen, warum es früher oftmals keine Refrains gab und wir den selber schreiben mussten oder dass es auch für uns Strophen und Textpassagen gibt, die im früheren Kontext zwar absolut verständlich waren, für uns heute aber nicht mehr singbar sind. 

Liedtexte nebst Quellen und Grafiken haben wir für jeden Teilnehmer als kleines analoges Heften dabei, so dass Ihr auch alle mitsingen können. Bei allem Spaß, den wir im Workshop haben werden: Wir sind uns sicher, dass Ihr mit der Erkenntnis nach Hause geht, dass Folkslieder in Mundart zu singen weder peinlich noch putzig ist, sondern ein wertvoller und erhaltenswerter Teil unserer regionalen Tradition und unseres kulturellen Erbes.

Unsere Quellen seht Ihr in der Bildergalerie.
© Unfolkkommen
Verstanden
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