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Unfolkkommen

[01.04.2009]

Endlich wieder auf der Straße

Ostern in Eisenach - April 2009


Nach unserer mehr oder weniger angenehmen Winterpause haben wir sehnsüchtig auf warme Sonnenstrahlen gewartet. Ostern war es soweit: die Straße hatte uns wieder. Zwar zog es uns wie im letzten Jahr nach Thüringen, aber da selbst wir noch lernfähig sind, vermieden wir die (sonst sehr schöne) Hohenwarte und nahmen den längeren Weg nach Eisenach am Fuß der Wartburg in Kauf.

Wir hatten das Städtchen schon länger auf dem Plan. Dem Zeitgeist folgend, könnten wir natürlich auch behaupten, unseren Anteil an der mentalen Bewältigung der Automobilindustrie-Krise leisten zu wollen. Das aber wäre schlicht gelogen. Da wir uns in der Eisenacher Altstadt eingenistet hatten und die Wartburg nicht heimsuchten, waren es schließlich doch die Eisenacher, denen wir mit unseren Ständchen den Einkaufsbummel vielleicht doch etwas erheitern konnten.
 

Kontakt

In unserem kurzweiligen Workshop erzählen wir Euch davon. Wir haben acht Lieder aus unserer Region ausgewählt, die wir in den letzten Jahren ausgegraben, zufällig gefunden oder aus dem Publikum geschenkt bekommen haben. Zu all diesen Liedern gibt es eine Geschichte, alte Liederbücher, Grafiken, Fotos oder alte Liedpostkarten, die wir zum Anschauen und Anfassen dabeihaben. Im Mittelpunkt jedoch steht meist die uns von netten Menschen ins Handy gesungene Liedvariante, vielleicht noch etwas illustriert mit gefundenen Melodie-Vorlagen.

Mit diesem Werkzeugkasten erzählen wir Euch, warum und wie wir diese Lieder gesucht und gefunden haben, wie wir mit dem vorgefunden Material (mal mehr oder weniger behutsam) umgehen, warum es früher oftmals keine Refrains gab und wir den selber schreiben mussten oder dass es auch für uns Strophen und Textpassagen gibt, die im früheren Kontext zwar absolut verständlich waren, für uns heute aber nicht mehr singbar sind. 

Liedtexte nebst Quellen und Grafiken haben wir für jeden Teilnehmer als kleines analoges Heften dabei, so dass Ihr auch alle mitsingen können. Bei allem Spaß, den wir im Workshop haben werden: Wir sind uns sicher, dass Ihr mit der Erkenntnis nach Hause geht, dass Folkslieder in Mundart zu singen weder peinlich noch putzig ist, sondern ein wertvoller und erhaltenswerter Teil unserer regionalen Tradition und unseres kulturellen Erbes.

Unsere Quellen seht Ihr in der Bildergalerie.
© Unfolkkommen
Verstanden
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