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Unfolkkommen

[10.05.2011]

Endlich raus aus dem Keller!

Auf den Roten Stufen im Meißen - Mai 2011

In diesem Jahr haben wir uns ganz besonders auf die erste Straßenmugge gefreut. Unsere Kellerphase im Probenraum war wichtig und produktiv, ersetzt aber nicht die unmittelbare "Nagelprobe" vor Publikum. Vor allem dann, wenn die Leute nicht mit Eintrittsgeld zum Bleiben genötigt werden, sondern nach Belieben stehen bleiben oder aber einfach weitergehen können. Straßenmusik eben.
altes Pflaster: die Roten Stufen in Meißen
altes Pflaster: die Roten Stufen in Meißen
Schon in guter Tradition haben wir uns dafür auch in diesem Jahr die Roten Stufen in Meißen ausgesucht. Der kleine Brunnen dort bietet eine wunderschöne Kulisse, die enge Gasse ordentliche Akustik und das benachbarte Café kennt uns schon. Letzteres ist für die Getränkeversorgung nicht ganz unwichtig.


Die neuen Liedlein liefen erwartungsgemäß nicht ganz holperfrei, kamen aber gut beim Publikum an. Schön vor allem, dass unsere diesjährige Säggs´sche Miniatur so freundlich aufgenommen wird. Ihr dürft also gespannt sein: anders als in den letzten Jahren werfen wir die kleine Scheibe nicht beim tff in Rudolstadt, sondern beim Dresdner Elbhangfest in den Ring...

Bis dahin ist aber noch einiges zu tun. Kundige wissen, dass die Mini-CDs kleine Unikate sind, d.h. nicht aus dem Presswerk, sondern von vorn bis hinten aus der unfolkkommenen Manufaktur (will heißen Wohnzimmer) kommen.
 

Kontakt

In unserem kurzweiligen Workshop erzählen wir Euch davon. Wir haben acht Lieder aus unserer Region ausgewählt, die wir in den letzten Jahren ausgegraben, zufällig gefunden oder aus dem Publikum geschenkt bekommen haben. Zu all diesen Liedern gibt es eine Geschichte, alte Liederbücher, Grafiken, Fotos oder alte Liedpostkarten, die wir zum Anschauen und Anfassen dabeihaben. Im Mittelpunkt jedoch steht meist die uns von netten Menschen ins Handy gesungene Liedvariante, vielleicht noch etwas illustriert mit gefundenen Melodie-Vorlagen.

Mit diesem Werkzeugkasten erzählen wir Euch, warum und wie wir diese Lieder gesucht und gefunden haben, wie wir mit dem vorgefunden Material (mal mehr oder weniger behutsam) umgehen, warum es früher oftmals keine Refrains gab und wir den selber schreiben mussten oder dass es auch für uns Strophen und Textpassagen gibt, die im früheren Kontext zwar absolut verständlich waren, für uns heute aber nicht mehr singbar sind. 

Liedtexte nebst Quellen und Grafiken haben wir für jeden Teilnehmer als kleines analoges Heften dabei, so dass Ihr auch alle mitsingen könnt. Bei allem Spaß, den wir im Workshop haben werden: Wir sind uns sicher, dass Ihr mit der Erkenntnis nach Hause geht, dass Folkslieder in Mundart zu singen weder peinlich noch putzig ist, sondern ein wertvoller und erhaltenswerter Teil unserer regionalen Tradition und unseres kulturellen Erbes.

Unsere Quellen seht Ihr in der Bildergalerie.
© Unfolkkommen
Verstanden
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