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Unfolkkommen

[20.07.2011]

Nicht im Plan und trotzdem immer wieder schön

Beim Kirnitzschtalfest in der Neumannmühle - Juli 2011

Wir hatten ja mit dem Kirnitzschtalfest in diesem Jahr eigentlich eine Pause einlegen und dafür beim Kulturufer in Friedrichshafen musizieren wollen. Das klappte dann aber aus anderen Gründen nicht und so hatten wir ein Wochenende mal so richtig frei. Bis kurz vor der Angst Markus anrief: der Neumannmühlen-Wirt hatte uns fest in seinem Plan und damit im offiziellen Programm. Das lag wahrscheinlich daran, dass wir uns im letzten Jahr nach dem fünften Bier eher diffus von Markus verabschiedet hatten...
Es blieb uns also nichts anderes übrig, als zuzusagen.

Der Wettergott versprach für das Wochenende nichts Gutes: 15° und Dauerregen - ein Sommerfest sieht eigentlich anders aus. Aber nach dem Hochwasser im letzten Jahr sind die Wirte im Tal der Kirnitzsch ganz anderen Unbill gewöhnt und nehmen so ein paar Tropfen eher gelassen hin. Die vielen Besucher, beschirmt und regenummantelt, sahen das genau so und wider unserer Erwartung war die Neumannmühle gut besucht.
Das lag bestimmt auch an den verdammt guten Haxen aus dem Lehmofen, die wir jedem nur wärmstens empfehlen können.

Und so hatten wir wieder mal eine zwar nicht geplante, aber um so schönere Mugge in der Sächsischen Schweiz. Ihr müsst im nächsten Jahr einfach mal hinfahren...
 

Kontakt

In unserem kurzweiligen Workshop erzählen wir Euch davon. Wir haben acht Lieder aus unserer Region ausgewählt, die wir in den letzten Jahren ausgegraben, zufällig gefunden oder aus dem Publikum geschenkt bekommen haben. Zu all diesen Liedern gibt es eine Geschichte, alte Liederbücher, Grafiken, Fotos oder alte Liedpostkarten, die wir zum Anschauen und Anfassen dabeihaben. Im Mittelpunkt jedoch steht meist die uns von netten Menschen ins Handy gesungene Liedvariante, vielleicht noch etwas illustriert mit gefundenen Melodie-Vorlagen.

Mit diesem Werkzeugkasten erzählen wir Euch, warum und wie wir diese Lieder gesucht und gefunden haben, wie wir mit dem vorgefunden Material (mal mehr oder weniger behutsam) umgehen, warum es früher oftmals keine Refrains gab und wir den selber schreiben mussten oder dass es auch für uns Strophen und Textpassagen gibt, die im früheren Kontext zwar absolut verständlich waren, für uns heute aber nicht mehr singbar sind. 

Liedtexte nebst Quellen und Grafiken haben wir für jeden Teilnehmer als kleines analoges Heften dabei, so dass Ihr auch alle mitsingen könnt. Bei allem Spaß, den wir im Workshop haben werden: Wir sind uns sicher, dass Ihr mit der Erkenntnis nach Hause geht, dass Folkslieder in Mundart zu singen weder peinlich noch putzig ist, sondern ein wertvoller und erhaltenswerter Teil unserer regionalen Tradition und unseres kulturellen Erbes.

Unsere Quellen seht Ihr in der Bildergalerie.
© Unfolkkommen
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