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Unfolkkommen

[25.05.2019]

Beim Puppenspielfestival in Hohnstein

Die Anfrage kam für uns unerwartet, aber wir haben dem Organisator Rainer Krause trotz ordentlicher Auslastung an dem Wochenende für den Sonnabend zugesagt. Nicht zuletzt, weil wir 2004 eines unserer ersten Konzerte dort hatten. Der Ort und das Festival lockten und sowieso an.

Es gab Belohnung pur: Eine sagenhafte Burglinde, die uns Schatten spendete. Neugieriges Publikum, das zwischen Puppenspiel, Musik und gutem Essen resp. Trinken schwere Wahl hatte und ein enspannter Monarch, der auf die Umtriebe seiner Untertanen mild herabschaute. Übrigens ständig lächelnd. Oder stand der einfach nur Kopf? Nach den Wahlen am darauffolgenden Sonntag wünscht man sich irgendwie doch den Holzkopf-König zurück. Der ist wenigstens ehrlich, beschimpft seine Untertanen zwar ständig, aber bescheißt sie zumindest so, dass die das auch merken.

Dass "MDR vor Ort" die nunmehr 34. Ausgabe des Festival medial wahrnahm, ist sehr erfreulich und sorgt hoffentlich nicht nur für Einschaltquoten, sondern auch für´s Überleben des Festivals. Wir kommen gerne wieder und Ihr solltet unbedingt hinfahren, egal ob mit oder ohne Senker.

Vom Hohnstein in der Sächsischen Schweiz sind wir am späten Nachmittag zum Hirtstein auf den Erzgebirgskamm gedüst, wo wir bei einem wunderschönen familären Baudenabend dabei sein durften.


Es gibt so Tage, die könnten schöner nicht enden...




 

 Bilder-Galerie

 

Kontakt

In unserem kurzweiligen Workshop erzählen wir Euch davon. Wir haben acht Lieder aus unserer Region ausgewählt, die wir in den letzten Jahren ausgegraben, zufällig gefunden oder aus dem Publikum geschenkt bekommen haben. Zu all diesen Liedern gibt es eine Geschichte, alte Liederbücher, Grafiken, Fotos oder alte Liedpostkarten, die wir zum Anschauen und Anfassen dabeihaben. Im Mittelpunkt jedoch steht meist die uns von netten Menschen ins Handy gesungene Liedvariante, vielleicht noch etwas illustriert mit gefundenen Melodie-Vorlagen.

Mit diesem Werkzeugkasten erzählen wir Euch, warum und wie wir diese Lieder gesucht und gefunden haben, wie wir mit dem vorgefunden Material (mal mehr oder weniger behutsam) umgehen, warum es früher oftmals keine Refrains gab und wir den selber schreiben mussten oder dass es auch für uns Strophen und Textpassagen gibt, die im früheren Kontext zwar absolut verständlich waren, für uns heute aber nicht mehr singbar sind. 

Liedtexte nebst Quellen und Grafiken haben wir für jeden Teilnehmer als kleines analoges Heften dabei, so dass Ihr auch alle mitsingen könnt. Bei allem Spaß, den wir im Workshop haben werden: Wir sind uns sicher, dass Ihr mit der Erkenntnis nach Hause geht, dass Folkslieder in Mundart zu singen weder peinlich noch putzig ist, sondern ein wertvoller und erhaltenswerter Teil unserer regionalen Tradition und unseres kulturellen Erbes.

Unsere Quellen seht Ihr in der Bildergalerie.
© Unfolkkommen
Verstanden
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