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Unfolkkommen

[25.08.2024]

musikalischer Brunch an der wunderschönen Mühle in Liebschützberg

Der Tag hatte Startschwierigkeiten: Wir mussten sehr früh aus den Federn und hatten nach einer kurzen Nacht die Mugge des Vortages noch in den Knochen. In Nordsachsen angekommen, hatte unser Navi dann seine Not, die Mühle auf dem Liebschützberg zu finden. Hinzu kam der Umstand, dass die Wettervorhersage direkt mal zutreffend war und je näher wir unserem Ziele kamen (tatsächlich umkreisten wir es eher), der Regen und die dunklen Wolken zunahmen. Da muss sich selbst das sonnigste Gemüt ordentlich zusammenreißen, um nicht übellaunig zu werden.

Am Ziel angekommen, erwarteten uns ein Dutzend emsiger Vereinsmitglieder nebst der Abordnung der Liebschützberger Feuerwehr, nur eben keine Besucher. Der Vereinschef Thomas Barth begrüßte uns mit der lakonischen Bemerkung, dass der Verein die Veranstaltung notfalls als vorgezogene Weihnachtsfeier verbucht...


Aber es kam alles ganz anders: Der Regen hörte auf und die dunklen Wolken verzogen sich. Und auf einmal kamen auch die Besucher und binnen einer halben Stunde waren selbst die Reserve-Gartentische aufgestellt und alle Plätze vergeben. Die Gastgeber hatten um Spenden fürs Buffet gebeten und die Besucher ließen sich nicht lumpen. Einen besseren Brunch findet man in keinem Restaurant!

Überhaupt ist der Verein rund um den Enthusiasten Thomas Barth etwas ganz Besonderes. Wenn man sich die Geschichte des Mühlberges erzählen lässt, wird einem klar, warum die Leute vor Ort ihren Mühlberg so lieben. Die Mühle hat einiges überstehen müssen, aber so richtig gekämpft haben die Liebschützberger, als ein gieriger Unternehmer den gesamten Berg abtragen wollte, um an teures Baumaterial zu kommen. Den "Sieg" haben sie in einem kleinen Gedenkstein manifestiert.

Übrigens führt der Pilgerweg hier vorbei, so dass sich auch Menschen aus anderen Regionen öfter einmal auf den Mühlberg und in die Dörfer an seinem Fuße "verirren".

Zurück zu unserem "musikalischen Brunch": Es war ein wunderbarer Tag mit guten Begegnungen und dem Fazit für alle: Das machen wir wieder mal!

Hier könnt Ihr die tollen Bilder von Thomas Barth (Fotograf und freier Journalist) sehen.

 Bilder-Galerie

 

Kontakt

In unserem kurzweiligen Workshop erzählen wir Euch davon. Wir haben acht Lieder aus unserer Region ausgewählt, die wir in den letzten Jahren ausgegraben, zufällig gefunden oder aus dem Publikum geschenkt bekommen haben. Zu all diesen Liedern gibt es eine Geschichte, alte Liederbücher, Grafiken, Fotos oder alte Liedpostkarten, die wir zum Anschauen und Anfassen dabeihaben. Im Mittelpunkt jedoch steht meist die uns von netten Menschen ins Handy gesungene Liedvariante, vielleicht noch etwas illustriert mit gefundenen Melodie-Vorlagen.

Mit diesem Werkzeugkasten erzählen wir Euch, warum und wie wir diese Lieder gesucht und gefunden haben, wie wir mit dem vorgefunden Material (mal mehr oder weniger behutsam) umgehen, warum es früher oftmals keine Refrains gab und wir den selber schreiben mussten oder dass es auch für uns Strophen und Textpassagen gibt, die im früheren Kontext zwar absolut verständlich waren, für uns heute aber nicht mehr singbar sind. 

Liedtexte nebst Quellen und Grafiken haben wir für jeden Teilnehmer als kleines analoges Heften dabei, so dass Ihr auch alle mitsingen könnt. Bei allem Spaß, den wir im Workshop haben werden: Wir sind uns sicher, dass Ihr mit der Erkenntnis nach Hause geht, dass Folkslieder in Mundart zu singen weder peinlich noch putzig ist, sondern ein wertvoller und erhaltenswerter Teil unserer regionalen Tradition und unseres kulturellen Erbes.

Unsere Quellen seht Ihr in der Bildergalerie.
© Unfolkkommen
Verstanden
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