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Unfolkkommen

[15.05.2015]

Himmelfahrt 2015 in Reitzengeschwenda

Mai 2015

Brass vom Feinsten :-)
Unser alljährliches Treffen mit den Jungs der Weimarer Biersekte im Garten des beschaulichen Volkskundemuseums im Thüringer Reitzengeschwenda hat ja eher einen unernsten Hintergrund. Das war in diesem Jahr etwas anders:

Der Bürgermeister des Dorfverbundes hatte dem rührigen Museumschef Hartmut Woborschil nach vielen, vielen Jahren engagierter Arbeit zu Ende Mai kurzerhand gekündigt, um ein paar Groschen in der Gemeindekasse einzusparen und aus dem Museum eine Telzeitlösung mit Hang zur Geringfügigkeit zu machen. Solche kurzsichtigen und kleingeistigen Entscheidungen sind ja oftmals der Anfang vom Ende guter Projekte und so haben wir beschlossen, uns etwas einzumischen.

Mit einem kleinen Aufruf im Web und via Mail hatten wir die Freunde von Unfolkkommen eingeladen nach Reitzengeschwenda zu kommen, um mit uns gemeinsam einen zünftigen Gießkannen-Brass-Wettbewerb gegen Kleingeister zu veranstalten.
Schön, dass so viele gekommen sind! Am Ende des Tages hatten wir über 140 Unterschriften gegen die drohende Schließung auf dem Papier und wir hoffen sehr, dass die Gemeinderäte und der Bürgermeister einen guten Kompromiss für das Museum finden können.

Der Abend endete für uns wieder mal bei den netten Wirtsleuten und Herrentags-Gästen in der Lothra-Mühle und schlussendlich bei einem Gute-Nacht-Getränk (Tee!) mit guten Freunden.

Wer sich gern Gießkannen blasende Männer anschauen möchte ...

 Bilder-Galerie

 

Kontakt

In unserem kurzweiligen Workshop erzählen wir Euch davon. Wir haben acht Lieder aus unserer Region ausgewählt, die wir in den letzten Jahren ausgegraben, zufällig gefunden oder aus dem Publikum geschenkt bekommen haben. Zu all diesen Liedern gibt es eine Geschichte, alte Liederbücher, Grafiken, Fotos oder alte Liedpostkarten, die wir zum Anschauen und Anfassen dabeihaben. Im Mittelpunkt jedoch steht meist die uns von netten Menschen ins Handy gesungene Liedvariante, vielleicht noch etwas illustriert mit gefundenen Melodie-Vorlagen.

Mit diesem Werkzeugkasten erzählen wir Euch, warum und wie wir diese Lieder gesucht und gefunden haben, wie wir mit dem vorgefunden Material (mal mehr oder weniger behutsam) umgehen, warum es früher oftmals keine Refrains gab und wir den selber schreiben mussten oder dass es auch für uns Strophen und Textpassagen gibt, die im früheren Kontext zwar absolut verständlich waren, für uns heute aber nicht mehr singbar sind. 

Liedtexte nebst Quellen und Grafiken haben wir für jeden Teilnehmer als kleines analoges Heften dabei, so dass Ihr auch alle mitsingen könnt. Bei allem Spaß, den wir im Workshop haben werden: Wir sind uns sicher, dass Ihr mit der Erkenntnis nach Hause geht, dass Folkslieder in Mundart zu singen weder peinlich noch putzig ist, sondern ein wertvoller und erhaltenswerter Teil unserer regionalen Tradition und unseres kulturellen Erbes.

Unsere Quellen seht Ihr in der Bildergalerie.
© Unfolkkommen
Verstanden
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