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Unfolkkommen

[30.09.2015]

September 2015

Kartoffelmarkt in Gündels Kulturstall



Zwar hat jeder wahrscheinlich schon einmal davon gehört, dass unsere geliebte Kartoffel nicht vom hiesigen Kontinent stammt und es mehr als die drei allseits bekannten Sorten vom Supermarkt gibt, die sich lediglich nach dem Grad der Zerkochung unterscheiden lassen, die wenigsten werden jedoch wissen, welch ungeheure Vielfalt an Sorten, Formen, Farben und natürlich auch Geschmack im schnöden Erdapfel steckt.

Genau dies ist die Passion der rührigen Kartoffelbauern um Ulli Gündel. Der hatte uns direkt von der Saale-Weinmeile weg auf seinen Hof gelockt, wo er immer am dritten Septemberwochenende ein zünftiges Kartoffelfest veranstaltet.

Im Mittelpunkt standen natürlich die Knollenernte auf dem Acker, an der sich vielen Enthusiasten beteiligten, und später dann auch das ebenso verdiente Erntefest in Scheune und Hof. Die Gastgeber um Familie Gündel & Freunde haben sich alle Beine rausgerissen, um all die vielen Besucher im Rundum-Modus zu verwöhnen.

Wir waren zwei Tage in dem Trubel mittendrin, ob auf dem Acker (Premiere: unfolkkommene Furchenmusik), in der Scheune oder auf dem Hof. Und obwohl das für uns zwei Tage harter Arbeit waren, überwog der ungeheure Spaß, den alle Beteiligten spürbar miteinander hatten. So ganz nebenher haben uns die Kartoffelexperten vom Geschmack der Knollenvielfalt überzeugt und mit uns am Sonnabend bis in die Nacht hinein fröhlich musiziert.

Habt vielen Dank für Eure tolle Gastfreundschaft und den guten Wein! Es gäbe noch viel zu berichten, so von der eitlen Hausgans Auguste, von Hufi, der Hoffledermaus im Weinkeller und, und, und...

Am besten, Ihr fahrt selbst mal dahin, lasst Euch bei einer zünftigen Kartoffelverkostung mit gutem Wein im Kulturstall kulinarisch verwöhnen und genießt handgemachte Kleinkunst vom Besten, denn Ulli Gündel ist nicht nur ein guter Bauer, sondern auch ein begnadeter Komödiant und wird von seine Freunden, den Vinothekern, aufs Beste flankiert. Und wer mag, fällt hernach zufrieden in eines der gemütlichen Gäste-Federbetten auf dem Hof. Wir jedenfalls tun das demnächst genau so!

Mehr Informationen zu Gündels (Kuh)lturstall
 

 Bilder-Galerie

 

Kontakt

In unserem kurzweiligen Workshop erzählen wir Euch davon. Wir haben acht Lieder aus unserer Region ausgewählt, die wir in den letzten Jahren ausgegraben, zufällig gefunden oder aus dem Publikum geschenkt bekommen haben. Zu all diesen Liedern gibt es eine Geschichte, alte Liederbücher, Grafiken, Fotos oder alte Liedpostkarten, die wir zum Anschauen und Anfassen dabeihaben. Im Mittelpunkt jedoch steht meist die uns von netten Menschen ins Handy gesungene Liedvariante, vielleicht noch etwas illustriert mit gefundenen Melodie-Vorlagen.

Mit diesem Werkzeugkasten erzählen wir Euch, warum und wie wir diese Lieder gesucht und gefunden haben, wie wir mit dem vorgefunden Material (mal mehr oder weniger behutsam) umgehen, warum es früher oftmals keine Refrains gab und wir den selber schreiben mussten oder dass es auch für uns Strophen und Textpassagen gibt, die im früheren Kontext zwar absolut verständlich waren, für uns heute aber nicht mehr singbar sind. 

Liedtexte nebst Quellen und Grafiken haben wir für jeden Teilnehmer als kleines analoges Heften dabei, so dass Ihr auch alle mitsingen könnt. Bei allem Spaß, den wir im Workshop haben werden: Wir sind uns sicher, dass Ihr mit der Erkenntnis nach Hause geht, dass Folkslieder in Mundart zu singen weder peinlich noch putzig ist, sondern ein wertvoller und erhaltenswerter Teil unserer regionalen Tradition und unseres kulturellen Erbes.

Unsere Quellen seht Ihr in der Bildergalerie.
© Unfolkkommen
Verstanden
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