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Unfolkkommen

[31.05.2013]

Entlang der Weinmeile an der Saale - Mai 2013

Durch einen privaten Zufall sind wir auf die Weinmeile gestoßen, welche sich am Pfingstwochenende zwischen Roßbach nahe Naumburg und Bad Kösen über sechs Kilometer an der Saale erstreckt. Da wir dem hiesigen Wein zugetan und prinzipiell neugierig sind, wollten wir wissen, was da so los ist und uns am Wochenende mit Instrumenten, Bollerwagen und Sonnenblume ins Getümmel stürzen.

Wir hatten zwar wieder einmal einen guten Plan, aber wie schon im letzten Jahr, als unsere Pfingstwanderung in der Sächsischen Schweiz so ganz anders als gedacht verlief, gab es auch dieses mal jähe Wendungen. Wer Zeit und Muse hat, kann ja unseren ausführlichen Leidensbericht lesen.

Da es Petrus ab Sonnabend Mittag mit den Bacchus-Jüngern gut meinte, war viel Publikum unterwegs, der Wein schmeckte vorzüglich und weil Winzer sehr gastfreundliche Leute sind, ging unser Plan, Lieder gegen Liter zu tauschen, gut auf.

Wer Wein und Geselligkeit mag, dem sei die Meile empfohlen. Nur ab Sonntag Nachmittag sollte man sich aus dem Staub machen, da verdrängt ein eigenartiges Partypublikum die entspannte und freundliche Stimmung an den Weinbergen und die Musik passt sich dann auch dem Ganzen an. Nichts für uns...
 

Kontakt

In unserem kurzweiligen Workshop erzählen wir Euch davon. Wir haben acht Lieder aus unserer Region ausgewählt, die wir in den letzten Jahren ausgegraben, zufällig gefunden oder aus dem Publikum geschenkt bekommen haben. Zu all diesen Liedern gibt es eine Geschichte, alte Liederbücher, Grafiken, Fotos oder alte Liedpostkarten, die wir zum Anschauen und Anfassen dabeihaben. Im Mittelpunkt jedoch steht meist die uns von netten Menschen ins Handy gesungene Liedvariante, vielleicht noch etwas illustriert mit gefundenen Melodie-Vorlagen.

Mit diesem Werkzeugkasten erzählen wir Euch, warum und wie wir diese Lieder gesucht und gefunden haben, wie wir mit dem vorgefunden Material (mal mehr oder weniger behutsam) umgehen, warum es früher oftmals keine Refrains gab und wir den selber schreiben mussten oder dass es auch für uns Strophen und Textpassagen gibt, die im früheren Kontext zwar absolut verständlich waren, für uns heute aber nicht mehr singbar sind. 

Liedtexte nebst Quellen und Grafiken haben wir für jeden Teilnehmer als kleines analoges Heften dabei, so dass Ihr auch alle mitsingen können. Bei allem Spaß, den wir im Workshop haben werden: Wir sind uns sicher, dass Ihr mit der Erkenntnis nach Hause geht, dass Folkslieder in Mundart zu singen weder peinlich noch putzig ist, sondern ein wertvoller und erhaltenswerter Teil unserer regionalen Tradition und unseres kulturellen Erbes.

Unsere Quellen seht Ihr in der Bildergalerie.
© Unfolkkommen
Verstanden
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