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Unfolkkommen

[30.09.2018]

Straßenmusik auf der Burgbrücke in Meißen - September 2018

Der Plan war eigentlich ein anderer: Am Sonnabend Nachmittag spielen wir uns auf der Burgbrücke bei der StraMu warm, um Abends zum Konzert im Wappenhaus auf Betriebstemperatur zu sein.

Leider hat der Wappenhaus-Eigentümer einen Strich durch diesen Plan gezogen. Warum wissen wir auch nicht. Jeanette und Jens Mahlow sind engagierte Mieter dort und organisieren seit vielen Jahren mit viel Aufwand und persönlichem Einsatz alle Events rund um das Wappenhaus und mussten uns das Konzert im schönen Innenhof des Wappenhauses kurz vor der Angst absagen.

Also haben wir ersatzweise zwei spätsommerlich-frühherbstliche Nachmittage auf der Burgbrücke aufgespielt. Um es vorweg zu nehmen: Publikum und Resonanz waren grandios. Selbst die Tatsache, dass der berühmte Fahrstuhl am Burgberg (pünktlich und wieder einmal) ausgefallen ist und der (für bequeme Zeitgenossen) eingerichtete Shuttle für stete Publikumsbeschäftigung sorgte, konnte dem schönen Wochenende keinen Abbruch tun.

junge Musikanten aus Halle
Nein, das ist zwar unsere Straßenbühne, aber wir sind es tatsächlich nicht! Zwei nette junge Musikanten aus Halle auf der Durchreise wollten "unseren" Platz auch mal kurz probieren... Eine wirklich schöne Pause für uns!


Das dürfte für 2018 ein wirklich würdiger Abgesang auf der Straße gewesen sein!
 
 

Kontakt

In unserem kurzweiligen Workshop erzählen wir Euch davon. Wir haben acht Lieder aus unserer Region ausgewählt, die wir in den letzten Jahren ausgegraben, zufällig gefunden oder aus dem Publikum geschenkt bekommen haben. Zu all diesen Liedern gibt es eine Geschichte, alte Liederbücher, Grafiken, Fotos oder alte Liedpostkarten, die wir zum Anschauen und Anfassen dabeihaben. Im Mittelpunkt jedoch steht meist die uns von netten Menschen ins Handy gesungene Liedvariante, vielleicht noch etwas illustriert mit gefundenen Melodie-Vorlagen.

Mit diesem Werkzeugkasten erzählen wir Euch, warum und wie wir diese Lieder gesucht und gefunden haben, wie wir mit dem vorgefunden Material (mal mehr oder weniger behutsam) umgehen, warum es früher oftmals keine Refrains gab und wir den selber schreiben mussten oder dass es auch für uns Strophen und Textpassagen gibt, die im früheren Kontext zwar absolut verständlich waren, für uns heute aber nicht mehr singbar sind. 

Liedtexte nebst Quellen und Grafiken haben wir für jeden Teilnehmer als kleines analoges Heften dabei, so dass Ihr auch alle mitsingen können. Bei allem Spaß, den wir im Workshop haben werden: Wir sind uns sicher, dass Ihr mit der Erkenntnis nach Hause geht, dass Folkslieder in Mundart zu singen weder peinlich noch putzig ist, sondern ein wertvoller und erhaltenswerter Teil unserer regionalen Tradition und unseres kulturellen Erbes.

Unsere Quellen seht Ihr in der Bildergalerie.
© Unfolkkommen
Verstanden
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