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Unfolkkommen

[21.09.2008]

Federweißerfest auf dem Weinberg Loose - 21. September 2008

So ist das im Leben ja meistens: die schönsten Momente verweigern sich planmäßigem und oftmals auch vernünftigem Handeln. Das Federweißerfest auf dem Weinberg von Steffen Loose war genau so eine Sache.

Wir hatten den Tag nicht in unserer Muggen-Planung, da Micha mit familiären Verpflichtungen erwartungsgemäß schwer eingebunden war. Der schöne Ausklang beim Niederauer Straßenfest gab den Ausschlag, dass wir für den 21.September dennoch zusagten.


Das Wetter verhieß nichts gutes und ein weniger risikofreudiger Winzer hätte sich für die Regen-Variante in der (nicht so romantischen) Scheune entschieden. Bekanntlich wird ja der Mut zum Risiko belohnt und so zogen pünktlich um 15.00 Uhr die Wolken auf, die Sonne wärmte und belohnte die ersten unverwüstlichen Weinliebhaber und lockte schnell weitere an.


Unsere kleine Bühne mitten im Weinberg und das gesamte Ambiente waren eine Wucht, das Publikum dufte und die Winzerfamilie Loose verströmt eine generations-übergreifende Sympathie. Selbst die kurze Husche, die uns unplugged unter das Regendach und so in unmittelbare Nähe zum Publikum zwang, erwies sich hernach als Glücksumstand. Zu guter Letzt noch der frische Federweißer, deftige Happen und ein unwiderstehlicher Weinkönig: So muss eine Mugge sein!

Solltet Ihr Euch für das nächste Jahr unbedingt vormerken!

 Bilder-Galerie

 

Kontakt

In unserem kurzweiligen Workshop erzählen wir Euch davon. Wir haben acht Lieder aus unserer Region ausgewählt, die wir in den letzten Jahren ausgegraben, zufällig gefunden oder aus dem Publikum geschenkt bekommen haben. Zu all diesen Liedern gibt es eine Geschichte, alte Liederbücher, Grafiken, Fotos oder alte Liedpostkarten, die wir zum Anschauen und Anfassen dabeihaben. Im Mittelpunkt jedoch steht meist die uns von netten Menschen ins Handy gesungene Liedvariante, vielleicht noch etwas illustriert mit gefundenen Melodie-Vorlagen.

Mit diesem Werkzeugkasten erzählen wir Euch, warum und wie wir diese Lieder gesucht und gefunden haben, wie wir mit dem vorgefunden Material (mal mehr oder weniger behutsam) umgehen, warum es früher oftmals keine Refrains gab und wir den selber schreiben mussten oder dass es auch für uns Strophen und Textpassagen gibt, die im früheren Kontext zwar absolut verständlich waren, für uns heute aber nicht mehr singbar sind. 

Liedtexte nebst Quellen und Grafiken haben wir für jeden Teilnehmer als kleines analoges Heften dabei, so dass Ihr auch alle mitsingen können. Bei allem Spaß, den wir im Workshop haben werden: Wir sind uns sicher, dass Ihr mit der Erkenntnis nach Hause geht, dass Folkslieder in Mundart zu singen weder peinlich noch putzig ist, sondern ein wertvoller und erhaltenswerter Teil unserer regionalen Tradition und unseres kulturellen Erbes.

Unsere Quellen seht Ihr in der Bildergalerie.
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