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Unfolkkommen

[28.10.2012]

Wieder mal auf dem Zwiebelmarkt in Weimar - Oktober 2012

Ein Joint Venture der etwas anderen Art

Nach einer schönen privaten Mugge in Berlin sind wir am Sonnabend früh nach Weimar gedüst, um nach drei Jahren wieder mal auf dem legendären Zwiebelmarkt zu musizieren.
Da wir lernfähig sind, haben wir uns dieses mal zuerst beim Kulturamt angemeldet und waren sehr überrascht, dass der Veranstalter seine Straßenmusiker nicht nur gewähren lässt, sondern auch an deren leibliches Wohl denkt.

Chapeau! ...oder auf gut deutsch: Hut ab!
 
Nach einem Startbier und einem (eigentlich nicht geplanten) Knoblauchschnaps haben wir im dem unglaublichen Menschengewühl des Markttreibens ein akustisch ruhiges Plätzchen gesucht und hinterm Schillerhaus auch gefunden. Weiter ging´s dann in Richtung Marktgasse; auf dem Weg dahin blieben wir an einer in jeder Hinsicht tollen Ecke hängen. Dort trafen wir rein zufällig auf zwei Musikanten vom Duo Liedfass aus Weimar, mit denen wir den restlichen Nachmittag einen spontanen Zusammenschluss auf der Straße gefeiert haben.

Das hat uns wie dem Publikum ordentlich Spaß gemacht und man könnte sich glatt eine Neuauflage 2013 vorstellen...
 

Kontakt

In unserem kurzweiligen Workshop erzählen wir Euch davon. Wir haben acht Lieder aus unserer Region ausgewählt, die wir in den letzten Jahren ausgegraben, zufällig gefunden oder aus dem Publikum geschenkt bekommen haben. Zu all diesen Liedern gibt es eine Geschichte, alte Liederbücher, Grafiken, Fotos oder alte Liedpostkarten, die wir zum Anschauen und Anfassen dabeihaben. Im Mittelpunkt jedoch steht meist die uns von netten Menschen ins Handy gesungene Liedvariante, vielleicht noch etwas illustriert mit gefundenen Melodie-Vorlagen.

Mit diesem Werkzeugkasten erzählen wir Euch, warum und wie wir diese Lieder gesucht und gefunden haben, wie wir mit dem vorgefunden Material (mal mehr oder weniger behutsam) umgehen, warum es früher oftmals keine Refrains gab und wir den selber schreiben mussten oder dass es auch für uns Strophen und Textpassagen gibt, die im früheren Kontext zwar absolut verständlich waren, für uns heute aber nicht mehr singbar sind. 

Liedtexte nebst Quellen und Grafiken haben wir für jeden Teilnehmer als kleines analoges Heften dabei, so dass Ihr auch alle mitsingen könnt. Bei allem Spaß, den wir im Workshop haben werden: Wir sind uns sicher, dass Ihr mit der Erkenntnis nach Hause geht, dass Folkslieder in Mundart zu singen weder peinlich noch putzig ist, sondern ein wertvoller und erhaltenswerter Teil unserer regionalen Tradition und unseres kulturellen Erbes.

Unsere Quellen seht Ihr in der Bildergalerie.
© Unfolkkommen
Verstanden
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