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Unfolkkommen

[15.07.2012]

tff - das Tanz- und Folkfest in Rudolstadt - Juli 2012



Jeder, der sich als Musiker für eine Teilnahme beim tff bewirbt weiß, dass die Trauben hoch hängen und der Andrang groß ist. Um so mehr hat es uns gefreut, dass wir nun schon zum zweiten mal im offiziellen Straßenmusik-Programm spielen durften. Und auch wenn es unserem bisherigen Muggenjahr 2012 an Höhepunkten nicht mangelte - das tff hat wieder mal alles übertroffen.

Wir sind schon am Mittwoch nach Thüringen gefahren, um in unserer kleinen Hütte im Wald in aller Ruhe aus dem Alltag auszusteigen und haben den Donnerstag und Freitag weidlich genutzt, um das tff auch als Gäste zu erleben.
Natürlich waren wir auch neugierig auf die uns zugedachten Spielstätten, also sind wir losgezogen und haben die Schlossstraße 25 gesucht, wo wir am Sonnabend Nachmittag spielen sollten. Als wir nach längerem Fußmarsch und Aufstieg dann dort ankamen, waren wir offen gestanden etwas verunsichert. Idyllische Ruhe fernab des Festivalgeschehens und üblicher Laufwege war nicht gerade das, was wir uns vorgestellt hatten. Auch der Burgkeller - bei Regenwetter sicher eine Trockenoase und sicherer Zulaufpunkt - erschien uns ob der lauten Kneipenatmosphäre für unsere unverstärkte Musik eher ungeeignet.

Aber zum Glück haben wir uns wieder mal völlig unnötige Sorgen gemacht und alles kam anders:
In der Schlossstraße war es die familiäre Atmosphäre, welche der wunderschöne Garten und die Gastfreundschaft der Bewohner herbeizauberten. Und dass dann doch so viele Zuhörer den Weg bergauf nicht scheuten, hat uns endgültig überzeugt.
Im Burgkeller am Abend dann konnte man die Luft zwar schneiden und wir mussten unsere Kehlen wirklich schinden; das Publikum aber und die Stimmung waren einfach nur überwältigend. Der Sonntag blieb der eigentlichen Straßenmusik an unserem Lieblingsplatz - dem Brunnen am Burgaufgang VI - vorbehalten und war nach dem furiosen Sonnabend für uns einfach nur eine sehr schöne Kür.
 

 Bilder-Galerie

 

Kontakt

In unserem kurzweiligen Workshop erzählen wir Euch davon. Wir haben acht Lieder aus unserer Region ausgewählt, die wir in den letzten Jahren ausgegraben, zufällig gefunden oder aus dem Publikum geschenkt bekommen haben. Zu all diesen Liedern gibt es eine Geschichte, alte Liederbücher, Grafiken, Fotos oder alte Liedpostkarten, die wir zum Anschauen und Anfassen dabeihaben. Im Mittelpunkt jedoch steht meist die uns von netten Menschen ins Handy gesungene Liedvariante, vielleicht noch etwas illustriert mit gefundenen Melodie-Vorlagen.

Mit diesem Werkzeugkasten erzählen wir Euch, warum und wie wir diese Lieder gesucht und gefunden haben, wie wir mit dem vorgefunden Material (mal mehr oder weniger behutsam) umgehen, warum es früher oftmals keine Refrains gab und wir den selber schreiben mussten oder dass es auch für uns Strophen und Textpassagen gibt, die im früheren Kontext zwar absolut verständlich waren, für uns heute aber nicht mehr singbar sind. 

Liedtexte nebst Quellen und Grafiken haben wir für jeden Teilnehmer als kleines analoges Heften dabei, so dass Ihr auch alle mitsingen könnt. Bei allem Spaß, den wir im Workshop haben werden: Wir sind uns sicher, dass Ihr mit der Erkenntnis nach Hause geht, dass Folkslieder in Mundart zu singen weder peinlich noch putzig ist, sondern ein wertvoller und erhaltenswerter Teil unserer regionalen Tradition und unseres kulturellen Erbes.

Unsere Quellen seht Ihr in der Bildergalerie.
© Unfolkkommen
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