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Unfolkkommen

[10.08.2012]

Fiff´sche Gaffesachsen vs. Unfolkkommen - Volksplatz Borna im August 2012

Der Volksplatz in Borna ist einer von jenen Orten, die mal für ganz andere Zwecke gebaut wurden, dann aber zu unser aller Glück eine bessere Nutzung fanden, in den letzten beiden Jahrzehnten aber leider in Vergessenheit gerieten.

Ein Dornröschenschicksal, welches der Volksplatz mit ähnlichen Orten teilt. Zum Glück aber gibt es immer ein paar Enthusiasten, die sich ehrenamtlich und unermüdlich um den Erhalt und die Wiederbelebung dieser Orte einsetzen. So ist es auch in Borna.

Und da wir keine Gelegenheit auslassen, unsere sächsische Muttersprache zum pflegen, haben wir für den Sächs´schen Nachmittag gerne zugesagt.

Die Fiff´schen Gaffeesachsen legten vor: Zwei bewundernswert rüstige Senioren, die mit ihrem Lene-Voigt-Programm das Publikum auf´s Beste unterhielten.

Und auch wenn unsere säggs´schen Liedlein hier nahtlos anknüpften konnten, war uns zunächst nicht klar, ob das auch mit unseren anderen Folksliedern funktionieren würde. Ging aber nicht nur gut, sondern richtig gut! Und dank der altbewährten Akustik solcher Orte sind wir gänzlich ohne Strom und Kabel ausgekommen.

Hut ab auch vor dem tollen Publikum; drei Stunden Zuhörprogramm ganz ohne "Kommunikationspausen" muss man erstmal wegstecken...

Uns hat´s großen Spaß gemacht und für unser sächsisches Projekt konnten wir wieder jede Menge guter Anregungen mit nach Hause nehmen.
 

Kontakt

In unserem kurzweiligen Workshop erzählen wir Euch davon. Wir haben acht Lieder aus unserer Region ausgewählt, die wir in den letzten Jahren ausgegraben, zufällig gefunden oder aus dem Publikum geschenkt bekommen haben. Zu all diesen Liedern gibt es eine Geschichte, alte Liederbücher, Grafiken, Fotos oder alte Liedpostkarten, die wir zum Anschauen und Anfassen dabeihaben. Im Mittelpunkt jedoch steht meist die uns von netten Menschen ins Handy gesungene Liedvariante, vielleicht noch etwas illustriert mit gefundenen Melodie-Vorlagen.

Mit diesem Werkzeugkasten erzählen wir Euch, warum und wie wir diese Lieder gesucht und gefunden haben, wie wir mit dem vorgefunden Material (mal mehr oder weniger behutsam) umgehen, warum es früher oftmals keine Refrains gab und wir den selber schreiben mussten oder dass es auch für uns Strophen und Textpassagen gibt, die im früheren Kontext zwar absolut verständlich waren, für uns heute aber nicht mehr singbar sind. 

Liedtexte nebst Quellen und Grafiken haben wir für jeden Teilnehmer als kleines analoges Heften dabei, so dass Ihr auch alle mitsingen könnt. Bei allem Spaß, den wir im Workshop haben werden: Wir sind uns sicher, dass Ihr mit der Erkenntnis nach Hause geht, dass Folkslieder in Mundart zu singen weder peinlich noch putzig ist, sondern ein wertvoller und erhaltenswerter Teil unserer regionalen Tradition und unseres kulturellen Erbes.

Unsere Quellen seht Ihr in der Bildergalerie.
© Unfolkkommen
Verstanden
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