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Unfolkkommen

[04.10.2025]

Konzert an einem ungewöhnlichen Ort...

Das Panoramamuseum in Bad Frankenhausen hatte uns für die Nacht der Museen gebucht. Natürlich vor dem Hintergrund, dass man in Thüringen weltoffen ist und so auch Säggs´sche Folklieder ins Programm nehmen kann. In Anbetracht der Tatsache, dass im Programm vor uns mit der Band TRIBUBU ein Feuerwerk an Afrobeats gezündet wurde und wir erst 22 Uhr starten sollten, ein durchaus mutiges Unterfangen.

Im Foyer des Museums war eine schöne Bühne hergerichtet und das Publikum war trotz der exponierten Lage des Museums zahlreich erschienen. Und tatsächlich blieb auch ein harter Kern bis Mitternacht.

Wir hatten vor dem Konzert genügend Zeit, uns die Austellung und vor allem das Panoramabild zum Thema Bauernkrieg anzuschauen. Es ist schon veblüffend: Das Bild nebst Museum drumherum wurde in den letzten Wendetagen fertiggestellt. Das ist unter anderem ein Grund, warum wir den Ort bislang noch nicht kannten.

Im Panorama ist man einfach nur fasziniert. Eine thematische Bild- und Geschichtenfülle, die ihresgleichen sucht. Wir haben beschlossen, mit unseren Kindern und Enkeln noch einmal dahin zu fahren, um die Erinnerung an diesen großen Bauernaufstand und den großen Mut der Menschen, sich zu widersetzen, lebendig zu halten.
 

Kontakt

In unserem kurzweiligen Workshop erzählen wir Euch davon. Wir haben acht Lieder aus unserer Region ausgewählt, die wir in den letzten Jahren ausgegraben, zufällig gefunden oder aus dem Publikum geschenkt bekommen haben. Zu all diesen Liedern gibt es eine Geschichte, alte Liederbücher, Grafiken, Fotos oder alte Liedpostkarten, die wir zum Anschauen und Anfassen dabeihaben. Im Mittelpunkt jedoch steht meist die uns von netten Menschen ins Handy gesungene Liedvariante, vielleicht noch etwas illustriert mit gefundenen Melodie-Vorlagen.

Mit diesem Werkzeugkasten erzählen wir Euch, warum und wie wir diese Lieder gesucht und gefunden haben, wie wir mit dem vorgefunden Material (mal mehr oder weniger behutsam) umgehen, warum es früher oftmals keine Refrains gab und wir den selber schreiben mussten oder dass es auch für uns Strophen und Textpassagen gibt, die im früheren Kontext zwar absolut verständlich waren, für uns heute aber nicht mehr singbar sind. 

Liedtexte nebst Quellen und Grafiken haben wir für jeden Teilnehmer als kleines analoges Heften dabei, so dass Ihr auch alle mitsingen könnt. Bei allem Spaß, den wir im Workshop haben werden: Wir sind uns sicher, dass Ihr mit der Erkenntnis nach Hause geht, dass Folkslieder in Mundart zu singen weder peinlich noch putzig ist, sondern ein wertvoller und erhaltenswerter Teil unserer regionalen Tradition und unseres kulturellen Erbes.

Unsere Quellen seht Ihr in der Bildergalerie.
© Unfolkkommen
Verstanden
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