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Unfolkkommen

[21.08.2022]

12. Erzgebirgische Liedertour: Rund um Wolkenstein

Auch wenn wir bisher nur an fünf Liedertouren beteiligt waren könnt Ihr uns Eines glauben: So ein tolles Veranstaltungsformat sucht Seinesgleichen! Die Erzgebirgische Liedertour ist untrennbar mit dem Begriff Heimat verbunden. Jedes Jahr suchen und finden die Veranstalter um Constanze Ulbricht aus der Baldauf-Villa in Marienberg eine Wanderstrecke irgendwo im wunderschönen Erzgebirge. Musikanten aus der Region und manchmal  (so wie wir) von "ewing weiter har" unterhalten das wandernde Publikum an vielen Stationen aufs Beste. Die Musik ist natürlich sehr regional geprägt, dabei aber alles andere als altbacken. Überwiegend gibt es Rucksackverpflegung, an einigen Stationen aber auch mal einen Bierwagen mit Grillrost, den örtliche Vereine stemmen. Überhaupt: das Ganze lebt vom Enthusiasmus der vielen freiwilligen Helfer in der Vorbereitung und am Tag der Liedertour an der Strecke selbst.

Spirtus rector, gute Seele oder einfach "Liedertour-Mutti" ist Constanze Ulbricht. In diesem Jahr hatte sie schon im Vorfeld bekannt gegeben, dass sie in den wohlverdienten Ruhestand gehen es wohl ihre letzte Tour sein wird. So richtig wahrhaben wollte das keiner.

So war es abgemachte Sache, dass "ihre" Musikanten sich zünftig verabschiedeten. Beim gemeinsamen Abschlusskonzert gab es zunächst die obligatorischen Reden von Landrat & Co., wobei der neue Bürgermeister von Wolkenstein, Wolfram Liebing, eine wohltuende Ausnahme war. Dann wurde es musikalisch sehr emotional, als sich alle Musikanten von Constanze verabschiedeten. Hier eine kurze Zusammenfassung vom Mittel Erzgebirgs Fernsehen. Alle hoffen nun, dass die "Mutti" vielleicht doch noch weitermacht. Wir wären glücklich!

Wir haben den ganzen Tag mit Heiner Stephani und seiner Hauskapelle an der Wanderhütte Kohlau musiziert. Da war der Spaß vorprogrammiert...
 
 

Kontakt

In unserem kurzweiligen Workshop erzählen wir Euch davon. Wir haben acht Lieder aus unserer Region ausgewählt, die wir in den letzten Jahren ausgegraben, zufällig gefunden oder aus dem Publikum geschenkt bekommen haben. Zu all diesen Liedern gibt es eine Geschichte, alte Liederbücher, Grafiken, Fotos oder alte Liedpostkarten, die wir zum Anschauen und Anfassen dabeihaben. Im Mittelpunkt jedoch steht meist die uns von netten Menschen ins Handy gesungene Liedvariante, vielleicht noch etwas illustriert mit gefundenen Melodie-Vorlagen.

Mit diesem Werkzeugkasten erzählen wir Euch, warum und wie wir diese Lieder gesucht und gefunden haben, wie wir mit dem vorgefunden Material (mal mehr oder weniger behutsam) umgehen, warum es früher oftmals keine Refrains gab und wir den selber schreiben mussten oder dass es auch für uns Strophen und Textpassagen gibt, die im früheren Kontext zwar absolut verständlich waren, für uns heute aber nicht mehr singbar sind. 

Liedtexte nebst Quellen und Grafiken haben wir für jeden Teilnehmer als kleines analoges Heften dabei, so dass Ihr auch alle mitsingen könnt. Bei allem Spaß, den wir im Workshop haben werden: Wir sind uns sicher, dass Ihr mit der Erkenntnis nach Hause geht, dass Folkslieder in Mundart zu singen weder peinlich noch putzig ist, sondern ein wertvoller und erhaltenswerter Teil unserer regionalen Tradition und unseres kulturellen Erbes.

Unsere Quellen seht Ihr in der Bildergalerie.
© Unfolkkommen
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