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Unfolkkommen

[18.09.2022]

Beim zünftigen Kartoffelfest in Gündels Kulturstall

So genau wusste das der Uli Gündel bei der Anmoderation unseres Programms auch nicht, wann wir das erste Mal bei ihm zu Gast waren. Wir wissen´s. Es war 2015. Mit einigen Unterbrechungen sind wir schon sowas wir Inventar und schon diese Tatsache spricht für sich, denn wir fahren nur dort wieder hin, wo es uns auch wirklich Spaß gemacht hat, zu musizieren.

Uli Gündel und seine Mannschaft sorgen sich wirklich rührend um ihre Gäste und das im ganzen Paket: eine große Auswahl seltender und überdies wohlschmeckender Kartoffelsorten, kuliniarische Kartoffel-Begleiter wie gutes Leinöl oder hochprozentig Gebranntes und eine Marktküche, die mit dem legendären Kartoffelkuchen und der Katoffelsuppe jeden kriegt. Wir waren für die kulturelle Unterhaltung der Besucher zuständig.

Leider hatte Petrus üble Laune; es war eher ein verregnetes als ein sommerherbstliches Wochenende. Dennoch: Die Besucher ließen sich vom Himmelswasser nicht beeindrucken und machten es sich in der schönen Scheune gemütlich.

Einziges Ärgernis war Ulis neue Gans, die lautstark und überaus wehrhaft jeden Besucher vom Toilettenwagen vertrieb, den Uli dort aus unerklärlichen Gründen direkt in ihr Revier gestellt hatte.

Wie lustig war dagegen doch seine eitle Auguste ...
 

Kontakt

In unserem kurzweiligen Workshop erzählen wir Euch davon. Wir haben acht Lieder aus unserer Region ausgewählt, die wir in den letzten Jahren ausgegraben, zufällig gefunden oder aus dem Publikum geschenkt bekommen haben. Zu all diesen Liedern gibt es eine Geschichte, alte Liederbücher, Grafiken, Fotos oder alte Liedpostkarten, die wir zum Anschauen und Anfassen dabeihaben. Im Mittelpunkt jedoch steht meist die uns von netten Menschen ins Handy gesungene Liedvariante, vielleicht noch etwas illustriert mit gefundenen Melodie-Vorlagen.

Mit diesem Werkzeugkasten erzählen wir Euch, warum und wie wir diese Lieder gesucht und gefunden haben, wie wir mit dem vorgefunden Material (mal mehr oder weniger behutsam) umgehen, warum es früher oftmals keine Refrains gab und wir den selber schreiben mussten oder dass es auch für uns Strophen und Textpassagen gibt, die im früheren Kontext zwar absolut verständlich waren, für uns heute aber nicht mehr singbar sind. 

Liedtexte nebst Quellen und Grafiken haben wir für jeden Teilnehmer als kleines analoges Heften dabei, so dass Ihr auch alle mitsingen könnt. Bei allem Spaß, den wir im Workshop haben werden: Wir sind uns sicher, dass Ihr mit der Erkenntnis nach Hause geht, dass Folkslieder in Mundart zu singen weder peinlich noch putzig ist, sondern ein wertvoller und erhaltenswerter Teil unserer regionalen Tradition und unseres kulturellen Erbes.

Unsere Quellen seht Ihr in der Bildergalerie.
© Unfolkkommen
Verstanden
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