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Unfolkkommen

[04.09.2022]

Straßenmusik in Augustusburg und ein Ständchen für die Altvorderen

Als wir das letzte Mal in Augustusburg musiziert haben war der Himmel schwarz und es regnete wie aus Eimern. Den ganzen Tag. Sowas traumatisiert einen schon ein bisschen und wir haben den ganzen Sonntag über gebangt, dass das Wetter hält. Wie sich herausstellte, völlig zu unrecht.

Bestes Mützenwetter sorgte auch dafür, dass reichlich Besucher auf den Marktplatz des schönen Städtchens Augustusburg kamen und die rührigen Veranstalter für ihre Mühe belohnt wurden.

Wir haben ordentlich Straßenmusik und dabei eine wirklich unheimliche Begegnung gemacht: Mitten im Liedlein "Wir drei, wir gehn jetzt auf die Walze" kommt ein digitaler Roboterhund des Weges, macht Männchen, Purzelbaum, legt sich auf den Rücken, zappelt mit den Beinen und schwupps, steht er wieder auf allen Vieren.
 


Da ist man zunächst erstmal sprachlos und fragt sich als Musikant, wie man diese Nummer finden soll... Wir haben den Burschen dann einfach in unseren Vortrag eingebunden und dem Publikum Unterhaltung pur geboten. Bleibt die Frage, wohin uns das alles noch bringt...

Zum Nachmittag hatten wir den Senioren im Altersheim versprochen, auf ein kleines Konzert vorbeizukommen. Solche Momente sind für uns immer sehr berührend ...
 

Kontakt

In unserem kurzweiligen Workshop erzählen wir Euch davon. Wir haben acht Lieder aus unserer Region ausgewählt, die wir in den letzten Jahren ausgegraben, zufällig gefunden oder aus dem Publikum geschenkt bekommen haben. Zu all diesen Liedern gibt es eine Geschichte, alte Liederbücher, Grafiken, Fotos oder alte Liedpostkarten, die wir zum Anschauen und Anfassen dabeihaben. Im Mittelpunkt jedoch steht meist die uns von netten Menschen ins Handy gesungene Liedvariante, vielleicht noch etwas illustriert mit gefundenen Melodie-Vorlagen.

Mit diesem Werkzeugkasten erzählen wir Euch, warum und wie wir diese Lieder gesucht und gefunden haben, wie wir mit dem vorgefunden Material (mal mehr oder weniger behutsam) umgehen, warum es früher oftmals keine Refrains gab und wir den selber schreiben mussten oder dass es auch für uns Strophen und Textpassagen gibt, die im früheren Kontext zwar absolut verständlich waren, für uns heute aber nicht mehr singbar sind. 

Liedtexte nebst Quellen und Grafiken haben wir für jeden Teilnehmer als kleines analoges Heften dabei, so dass Ihr auch alle mitsingen könnt. Bei allem Spaß, den wir im Workshop haben werden: Wir sind uns sicher, dass Ihr mit der Erkenntnis nach Hause geht, dass Folkslieder in Mundart zu singen weder peinlich noch putzig ist, sondern ein wertvoller und erhaltenswerter Teil unserer regionalen Tradition und unseres kulturellen Erbes.

Unsere Quellen seht Ihr in der Bildergalerie.
© Unfolkkommen
Verstanden
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