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Unfolkkommen

[28.08.2022]

Altstadtfest in Leisnig

Drei Anläufe brauchte es wegen der Einschränkungen 2020 und 2021, damit wir beim Mittelsächsischen Kultursommer nun auch tatsächlich spielen konnten.

Das Altstadtfest in Leisnig hat seine Wurzeln im ehemaligen Burgfest auf Burg Mildenstein, sich mittlerweile aber emanzipiert und bietet nun neben der Handwerkergasse rund um´s Stiefelmuseum Bühnen auf dem Tavernenplatz und auf dem Markt selbst.

Das Programm ist vielfältig und hebt sich wohltuend von dem so manch anderer Stadtfeste ab. Wir waren auf zwei Bühnen gesetzt und waren deshalb wieder mal auf technische Unterstützung angewiesen. Das hat super geklappt, bis auf unser Abschlusskonzert auf der großen Bühne, wo Fränkers Mikrofon zunächst stumm war (Stecker reinstecken?) und dann der Galgen vom Mikroständer im wahrsten Wortsinn schlapp machte. Nun heißen wir ja UNFOLKKOMMEN und verwursten solche lustigen Widrigkeiten aus dem Stehgreif zu unserer Entspannung und zum Spaß für´s Publikum. Die geplante Straßenmusik auf der Handwerkergasse haben wir des Regens wegen in eine leerstehende Händlerhütte verlegt.

Sehr gefreut haben wir uns über das Wiedersehen mit guten alten Bekannten. Leider hat es aus Zeitgründen nicht geklappt, mit dem Dresdner Stadtschnepp was zusammen zu machen. Soviel zum lockeren Musikantenleben...

P.S. Ein Erlebnis müssen wir uns noch von der Seele schreiben: Am Markt hatte ein in Deutschland lebendes russischstämmiges Pärchen einen Pelmeni-Stand, gut besucht, weil die beiden sehr symphatisch waren und das Essen wirklich lecker war. Kommt eine aufgetakelte Dame mit russischem Akzent (der war dann ukrainisch) und entblödet sich nicht, die beiden Russen lautstark rund zu machen, weil sie das heilige und (nur) ukrainische Nationalrezept Borschtsch an ihrem "Russenstand" verkaufen. Da ist man schlicht sprachlos, was mit den Menschen los ist...

 Bilder-Galerie

 

Kontakt

In unserem kurzweiligen Workshop erzählen wir Euch davon. Wir haben acht Lieder aus unserer Region ausgewählt, die wir in den letzten Jahren ausgegraben, zufällig gefunden oder aus dem Publikum geschenkt bekommen haben. Zu all diesen Liedern gibt es eine Geschichte, alte Liederbücher, Grafiken, Fotos oder alte Liedpostkarten, die wir zum Anschauen und Anfassen dabeihaben. Im Mittelpunkt jedoch steht meist die uns von netten Menschen ins Handy gesungene Liedvariante, vielleicht noch etwas illustriert mit gefundenen Melodie-Vorlagen.

Mit diesem Werkzeugkasten erzählen wir Euch, warum und wie wir diese Lieder gesucht und gefunden haben, wie wir mit dem vorgefunden Material (mal mehr oder weniger behutsam) umgehen, warum es früher oftmals keine Refrains gab und wir den selber schreiben mussten oder dass es auch für uns Strophen und Textpassagen gibt, die im früheren Kontext zwar absolut verständlich waren, für uns heute aber nicht mehr singbar sind. 

Liedtexte nebst Quellen und Grafiken haben wir für jeden Teilnehmer als kleines analoges Heften dabei, so dass Ihr auch alle mitsingen könnt. Bei allem Spaß, den wir im Workshop haben werden: Wir sind uns sicher, dass Ihr mit der Erkenntnis nach Hause geht, dass Folkslieder in Mundart zu singen weder peinlich noch putzig ist, sondern ein wertvoller und erhaltenswerter Teil unserer regionalen Tradition und unseres kulturellen Erbes.

Unsere Quellen seht Ihr in der Bildergalerie.
© Unfolkkommen
Verstanden
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