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Unfolkkommen

[18.08.2019]

9. Erzgebirgische Liedertour

Diese Liedertour macht soviel Spaß, dass wir überhaupt kein Problem damit haben, jedes Jahr dabei zu sein. Das liegt zum einen an dem erfrischenden Umstand, dass die Organisatoren immer wieder auf der Suche nach schönen Orten und neuen Touren im Gebirge sind und sich so keine Langeweile einstellt. Auf der anderen Seite - und das wiegt genauso schwer - hat man die Gewissheit, gute Bekannte aus dem Kreis der Musikanten wiederzusehen und jedes Jahr ein Stückchen mehr zur Familie zu gehören. Und das ehrt uns, so als Ausländer aus den Niederungen des Elbtals, wirklich sehr. Das ganze würde ohne das tolle und treue Publikum aber gar nicht funktionieren. Ca. 5.000 Menschen begeben sich auf den Weg und jedes Jahr sind es ein paar bekannte Gesichter mehr, die uns lauschen.

In diesem Jahr führte die Tour rings um dan Grenzort Bärenstein/Vejprty und wir haben von zehn bis fünf gemeinsam mit Jörg Heinicke & Co. am Bergblick musiziert. Wir haben sogar fast das offizielle Ende verpasst - so schön und kurzweilig war der Tag.

Das Abschlusskonzert mit allen beteiligten Musikanten auf einer Bühne war vielleicht nicht so sehr musikalischer Höhepunkt, dafür aber umso mehr ein emotionaler.

Und wie schon in den letzten Jahren haben wir uns dann beim abendlichen gemeinsamen Abgesang in kleiner Runde der Beteiligten geärgert, dass wir nach Hause fahren müssen...
 

Kontakt

In unserem kurzweiligen Workshop erzählen wir Euch davon. Wir haben acht Lieder aus unserer Region ausgewählt, die wir in den letzten Jahren ausgegraben, zufällig gefunden oder aus dem Publikum geschenkt bekommen haben. Zu all diesen Liedern gibt es eine Geschichte, alte Liederbücher, Grafiken, Fotos oder alte Liedpostkarten, die wir zum Anschauen und Anfassen dabeihaben. Im Mittelpunkt jedoch steht meist die uns von netten Menschen ins Handy gesungene Liedvariante, vielleicht noch etwas illustriert mit gefundenen Melodie-Vorlagen.

Mit diesem Werkzeugkasten erzählen wir Euch, warum und wie wir diese Lieder gesucht und gefunden haben, wie wir mit dem vorgefunden Material (mal mehr oder weniger behutsam) umgehen, warum es früher oftmals keine Refrains gab und wir den selber schreiben mussten oder dass es auch für uns Strophen und Textpassagen gibt, die im früheren Kontext zwar absolut verständlich waren, für uns heute aber nicht mehr singbar sind. 

Liedtexte nebst Quellen und Grafiken haben wir für jeden Teilnehmer als kleines analoges Heften dabei, so dass Ihr auch alle mitsingen könnt. Bei allem Spaß, den wir im Workshop haben werden: Wir sind uns sicher, dass Ihr mit der Erkenntnis nach Hause geht, dass Folkslieder in Mundart zu singen weder peinlich noch putzig ist, sondern ein wertvoller und erhaltenswerter Teil unserer regionalen Tradition und unseres kulturellen Erbes.

Unsere Quellen seht Ihr in der Bildergalerie.
© Unfolkkommen
Verstanden
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