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Unfolkkommen

[30.06.2014]

Musik im (Spree)Wald Märkisch-Buchholz

Juni 2014

Als uns Thomas Nicolai beim tff 2013 ansprach, ob wir nicht Zeit und Lust hätten, auf seinem Festival "Musik im Wald" 2014 zu musizieren, hatten wir nur sehr diffuse Vorstellungen davon, was uns dort erwartet.

Das kleine Festival ist eine Benefiz-Veranstaltung für Projekte des Tandem Hilfen e.V. Der Verein kümmert sich vor allem um Hilfe für Blinde und Sehschwache und die Überschüsse des Festivals kommen in diesem Jahr einem Projekt für Jugendliche auf Kuba zugute.

Wenn man Benefiz hört, hat man ja automatisch so Klischees im Kopf. Was Thomas und seine Mitstreiter am Köthener See aber auf die Beine stellen, kann sich wirklich sehen und hören lassen. Eine kleine, aber sehr schöne Bühne mitten im Grünen, ein gut gemischtes Programm, tolles Publikum und und viele gute Geister, die fürs Wohlfühlen sorgen. Für uns kam sofort ein bisschen tff-Stimmung auf.

Wir haben uns inmitten der anderen Musiker sehr wohl gefühlt und empfanden es schon als Ehre, im Line-up mit den Jazzern Schönfeld und Walter aus Berlin zu stehen. Schade nur, dass wir uns entschieden hatten, am späten Abend wieder nach Dresden zu fahren. Das machen wir beim nächsten Mal definitiv nicht!
 

Kontakt

In unserem kurzweiligen Workshop erzählen wir Euch davon. Wir haben acht Lieder aus unserer Region ausgewählt, die wir in den letzten Jahren ausgegraben, zufällig gefunden oder aus dem Publikum geschenkt bekommen haben. Zu all diesen Liedern gibt es eine Geschichte, alte Liederbücher, Grafiken, Fotos oder alte Liedpostkarten, die wir zum Anschauen und Anfassen dabeihaben. Im Mittelpunkt jedoch steht meist die uns von netten Menschen ins Handy gesungene Liedvariante, vielleicht noch etwas illustriert mit gefundenen Melodie-Vorlagen.

Mit diesem Werkzeugkasten erzählen wir Euch, warum und wie wir diese Lieder gesucht und gefunden haben, wie wir mit dem vorgefunden Material (mal mehr oder weniger behutsam) umgehen, warum es früher oftmals keine Refrains gab und wir den selber schreiben mussten oder dass es auch für uns Strophen und Textpassagen gibt, die im früheren Kontext zwar absolut verständlich waren, für uns heute aber nicht mehr singbar sind. 

Liedtexte nebst Quellen und Grafiken haben wir für jeden Teilnehmer als kleines analoges Heften dabei, so dass Ihr auch alle mitsingen könnt. Bei allem Spaß, den wir im Workshop haben werden: Wir sind uns sicher, dass Ihr mit der Erkenntnis nach Hause geht, dass Folkslieder in Mundart zu singen weder peinlich noch putzig ist, sondern ein wertvoller und erhaltenswerter Teil unserer regionalen Tradition und unseres kulturellen Erbes.

Unsere Quellen seht Ihr in der Bildergalerie.
© Unfolkkommen
Verstanden
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