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Unfolkkommen

[01.05.2014]

Die Töpferei in der Kümmelschänke öffnet wieder ihre Türen

1. Mai 2014

Eigentlich sind wir ja am 1.Mai für gewöhnlich auf der Burgbrücke in Meißen zu finden, um wieder Tuchfühlung mit dem Straßenpflaster aufzunehmen.

Das musste in diesem Jahr zurückstehen: Ulli, die uns ja bekanntlich immer bei unseren Umtrieben  als Motivations-, Foto-, Getränke- und Wetterfee begleitet, eröffnete am 1.Mai ihre Keramik- und Töpfereiwerkstatt in der Kümmelschänke und da durften und wollten wir nicht fehlen.

Die Fußstapfen von Gunter Neustadt, unserem Töpfermeister aus der Kümmelschänke, der so plötzlich und unfassbar heftig aus dem Leben gerissen wurde, sind sehr groß. Und für alle, die dem Ort und Gunter verbunden sind, mischte sich an diesem Tag natürlich auch ein bisschen Wehmut in die Mailuft.

Die wurde aber sehr schnell vom bunten Treiben aufgefangen und Groß und Klein vergnügten sich bei Rainer an der Drehscheibe, mit Ulli beim Dekorieren von Bechern und Tassen und nicht zuletzt bei unfolkkommender Musik und der Zauberei von Clown Salami-Bim. Ein schönes Feierfest!

Ullis Werkstatt im alten Laden ist wesentlich kleiner als die alte, aber nicht weniger gemütlich und wenn man die Räume betritt, ist Gunter auf eine gewissen Weise immer noch da. Das wird hoffentlich auch immer so bleiben und wir wünschen unserer Ulli, dass sie nicht nur in die großen Fußstapfen wächst, sondern auch ihre eigenen Wege geht.

Also: Immer gut Ton!
 

Kontakt

In unserem kurzweiligen Workshop erzählen wir Euch davon. Wir haben acht Lieder aus unserer Region ausgewählt, die wir in den letzten Jahren ausgegraben, zufällig gefunden oder aus dem Publikum geschenkt bekommen haben. Zu all diesen Liedern gibt es eine Geschichte, alte Liederbücher, Grafiken, Fotos oder alte Liedpostkarten, die wir zum Anschauen und Anfassen dabeihaben. Im Mittelpunkt jedoch steht meist die uns von netten Menschen ins Handy gesungene Liedvariante, vielleicht noch etwas illustriert mit gefundenen Melodie-Vorlagen.

Mit diesem Werkzeugkasten erzählen wir Euch, warum und wie wir diese Lieder gesucht und gefunden haben, wie wir mit dem vorgefunden Material (mal mehr oder weniger behutsam) umgehen, warum es früher oftmals keine Refrains gab und wir den selber schreiben mussten oder dass es auch für uns Strophen und Textpassagen gibt, die im früheren Kontext zwar absolut verständlich waren, für uns heute aber nicht mehr singbar sind. 

Liedtexte nebst Quellen und Grafiken haben wir für jeden Teilnehmer als kleines analoges Heften dabei, so dass Ihr auch alle mitsingen könnt. Bei allem Spaß, den wir im Workshop haben werden: Wir sind uns sicher, dass Ihr mit der Erkenntnis nach Hause geht, dass Folkslieder in Mundart zu singen weder peinlich noch putzig ist, sondern ein wertvoller und erhaltenswerter Teil unserer regionalen Tradition und unseres kulturellen Erbes.

Unsere Quellen seht Ihr in der Bildergalerie.
© Unfolkkommen
Verstanden
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