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Unfolkkommen

[30.05.2014]

Himmelfahrt in Reitzengeschwenda

Himmelfahrtskommando 2014


Es ist ja schon gute Tradition, dass wir uns zur Himmelfahrt mit den Jungs von der Weimarer Biersekte im beschaulichen Garten des Volkskundemuseums Reitzengeschwenda treffen. Zwar verhieß Petrus Regenwetter und Temperaturen unter 10°, doch davon ließen sich weder Gastgeber noch Gäste beeindrucken. Und wir sind ja sowieso hart im Nehmen...

Hartmut, der rührige Museumschef, hatte vorsorglich die alte Scheune von allerlei alten Gerätschaften beräumt, was sich hernach als richtig gute Idee erwies, denn drinnen war es weitaus gemütlicher und uriger als im Plastikpavillon und die Akustik war richtig klasse.

Gegen Mittag ritten die ersten wettertrotzigen Himmelsstürmer ein und pünktlich gegen Eins brachte es dann auch die Jungs von der Weimarer Biersekte hereingedreht. Natürlich wie immer ihren gigantischen Bier-Bollerwagen im Schlepptau. Der war in diesem Jahr sogar mit einer kleinen Elektromaschine im Vorderrad aufgerüstet; die Jungs werden eben auch älter.

Bei Frischgezapftem, Brätel, Roster und unfolkkommener Folksmusik ließen alle das Wetter eben Wetter sein und sich die gute Laune nicht vermiesen.

Der angenehme Nonsens gipfelte in einer spontanen Gießkannen-Brass-Session und im kommenden Jahr wird es bestimmt einen Gießkannen-Brass-Wettbewerb geben. Also: schon heute vormerken!

Nach dem Aufräumen sind wir mit unseren netten Gastgebern dann noch in die Lothra-Mühle gezogen. Eigentlich ja nur, um ein kleines Abendmahl nebst Absacker zu genießen. Dort war es aber dann so lustig, dass wir bis Mitternacht hängen blieben und eine sportliche zweite Schicht aufs Parkett legten. Völlig zerschossen sind wir hernach in unser Pößnecker Gästebett gefallen (Danke!!!) und am nächsten Morgen friehzeitsch heeme gefahren.

 Bilder-Galerie

 

Kontakt

In unserem kurzweiligen Workshop erzählen wir Euch davon. Wir haben acht Lieder aus unserer Region ausgewählt, die wir in den letzten Jahren ausgegraben, zufällig gefunden oder aus dem Publikum geschenkt bekommen haben. Zu all diesen Liedern gibt es eine Geschichte, alte Liederbücher, Grafiken, Fotos oder alte Liedpostkarten, die wir zum Anschauen und Anfassen dabeihaben. Im Mittelpunkt jedoch steht meist die uns von netten Menschen ins Handy gesungene Liedvariante, vielleicht noch etwas illustriert mit gefundenen Melodie-Vorlagen.

Mit diesem Werkzeugkasten erzählen wir Euch, warum und wie wir diese Lieder gesucht und gefunden haben, wie wir mit dem vorgefunden Material (mal mehr oder weniger behutsam) umgehen, warum es früher oftmals keine Refrains gab und wir den selber schreiben mussten oder dass es auch für uns Strophen und Textpassagen gibt, die im früheren Kontext zwar absolut verständlich waren, für uns heute aber nicht mehr singbar sind. 

Liedtexte nebst Quellen und Grafiken haben wir für jeden Teilnehmer als kleines analoges Heften dabei, so dass Ihr auch alle mitsingen könnt. Bei allem Spaß, den wir im Workshop haben werden: Wir sind uns sicher, dass Ihr mit der Erkenntnis nach Hause geht, dass Folkslieder in Mundart zu singen weder peinlich noch putzig ist, sondern ein wertvoller und erhaltenswerter Teil unserer regionalen Tradition und unseres kulturellen Erbes.

Unsere Quellen seht Ihr in der Bildergalerie.
© Unfolkkommen
Verstanden
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