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Unfolkkommen

[30.01.2014]

Im Folk-Keller Pößneck

Januar 2014

Es war ein furioser Jahresauftakt. Gemeinsam mit den Greenhorns haben wir das Jahr 2014 im Folk-Keller des alt-ehrwürdigen Rathauses in Pößneck eröffnet. Die Veranstaltungsreihe wird von Bernd Zentrich organisiert - einer von den lokalen Enthusiasten, ohne die der Folk und seine Szene schon lange den berühmten Bach runter geschwommen wären. Schon deshalb haben wir gerne zugesagt, aber auch, weil selbst Bernd als Organisator die deutschen Lieder in seinem Folk-Keller sehr vermisst und wir uns ja genau dafür zuständig fühlen. Der Abend war ausverkauft, was uns vor die leidige Frage stellte: verkabeln oder doch lieber nicht. Das akustische Gewirr des altes Gewölbes beeindruckte uns, also nahmen wir das Angebot der Greenhorns an, uns in deren Anlage einzustöpseln. Schon beim Soundcheck erwies sich das als etwas problematisch und so haben wir uns nach dem ersten Titel wieder entkabelt und - nicht zuletzt nach demokratischer Abstimmung und auf ausdrücklichen Wunsch des Publikums - unser Programm dann doch ohne Strom gespielt.

Die Gäste waren von Anfang an auf Hochtouren und die geplante Stunde war vorbei, noch ehe sich das Publikum und wir uns versahen.

Nach uns durften die sympathischen Jungs von den Greenhorns auf die Bühne und machten den Abend mit irischer Musik und bester Unterhaltung rund. Das Schöne für uns: wir waren fertsch und konnten bei gutem Whisky den restlichen Abend gelassen konsumieren und genießen. Gegen Mitternacht sind alle - Organisatoren, Gäste und Musikanten - sehr zufrieden nach Hause gegangen.

Und dass wir nach diesem sehr schönen Abend nicht zurück nach Dresden fahren mussten verdanken wir Freunden, die uns nicht nur ein Bett, sondern gute Gespräche und geistvolles Gebräu (oder anders herum) bis in den Morgen hinein gaben.

Vielen Dank Euch Beiden!

Vielen Dank an Mario Keim und Wolfhard Rudolf für die Fotos.
 

Kontakt

In unserem kurzweiligen Workshop erzählen wir Euch davon. Wir haben acht Lieder aus unserer Region ausgewählt, die wir in den letzten Jahren ausgegraben, zufällig gefunden oder aus dem Publikum geschenkt bekommen haben. Zu all diesen Liedern gibt es eine Geschichte, alte Liederbücher, Grafiken, Fotos oder alte Liedpostkarten, die wir zum Anschauen und Anfassen dabeihaben. Im Mittelpunkt jedoch steht meist die uns von netten Menschen ins Handy gesungene Liedvariante, vielleicht noch etwas illustriert mit gefundenen Melodie-Vorlagen.

Mit diesem Werkzeugkasten erzählen wir Euch, warum und wie wir diese Lieder gesucht und gefunden haben, wie wir mit dem vorgefunden Material (mal mehr oder weniger behutsam) umgehen, warum es früher oftmals keine Refrains gab und wir den selber schreiben mussten oder dass es auch für uns Strophen und Textpassagen gibt, die im früheren Kontext zwar absolut verständlich waren, für uns heute aber nicht mehr singbar sind. 

Liedtexte nebst Quellen und Grafiken haben wir für jeden Teilnehmer als kleines analoges Heften dabei, so dass Ihr auch alle mitsingen könnt. Bei allem Spaß, den wir im Workshop haben werden: Wir sind uns sicher, dass Ihr mit der Erkenntnis nach Hause geht, dass Folkslieder in Mundart zu singen weder peinlich noch putzig ist, sondern ein wertvoller und erhaltenswerter Teil unserer regionalen Tradition und unseres kulturellen Erbes.

Unsere Quellen seht Ihr in der Bildergalerie.
© Unfolkkommen
Verstanden
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