Eene Landpartie
Dr Vater, de Mutter, de Kinder eene Schaar,
die machen im Sommer ins Griene jedes Jahr.
Da wird nu gewaschen, gebürschtet und frisiert
und alles so sauber und nett herausstaffiert.
Dr Nachbar hat freundlichst den Reeschenschirm geborscht,
für's Essen und Trinken is reichlich vorgesorscht.
Da freuen sich alle auf so ne Landpartie,
denn so e scheenes Wetter wie heute war noch nie.
Ganz voraus da eilt vor Freud dr kleene Franz,
mit dem Dackel rennt´r nu wie närrisch ganz.
Hinter ihm da kommt de Tochter, die Marie,
se träschd den ausgebumbten roten Perpelin.
Er und sie spazieren wackelnd Arm in Arm,
hinterher da kommt dr Fritz, dass Gott erbarm.
Und die alte Köchin macht den Schluss,
enn Korb und noch zwee Kinder schleppt se voll Verdruss.
Kinder so nett sie laufen,
die Alte kann kaum noch schnaufen.
Denn die Sonne scheinet so heiß,
sie is schon ganz gebadet im Schweiß.
Dr Vater und all die andern
sind miede und matt vom Wandern.
Hunger gibts und Durscht ganz viel und so kommt mr ans Ziel.
So sitzen se alle im schattenreichen Hain,
erquickend und labend bei Braten und bei Wein.
Off eema wird's finster am ganzen Firmament,
das Donnern und Blitzen nimmt heute gar kein End!
Nu springen se alle wohl off in wilder Hast,
es reeschnet in Strömen und alle werden nass.
Doch plötzlich - oh Schrecken - e Bach versperrt den Weg,
da missn se hinieber, den alten schadschen Steg.
Krach, da bricht das morsche Brett, es is ze dumm!
Wie de Fische schwimmt de Schaar im Bach herum.
Und dr Vater wie e Stockfisch sieht dr aus,
wie's Riesenkrokodil die Frau Mama, oh Graus!
„Ach“, so schreit de Mutter: „Kinder is mir‘s schlecht!",
'n Vater is es wirklich selber ooch ni recht.
Und de Tochter die ist käsebleich vor Zorn:
se hat`n ausgepumpten Reeschenschirm verlor'n!
Später scheint wieder de Sonne, vorbei ist de ganze Wonne.
Forschtbar sehn de Kleeder nu aus,
hungrig und miede komm`se nu nach Haus.
Matt sind de Oochenlieder, alle leeschen sich nieder.
Träumen im Bedde von spät bis frieh
von dr nächsten Landpartie ...
die machen im Sommer ins Griene jedes Jahr.
Da wird nu gewaschen, gebürschtet und frisiert
und alles so sauber und nett herausstaffiert.
Dr Nachbar hat freundlichst den Reeschenschirm geborscht,
für's Essen und Trinken is reichlich vorgesorscht.
Da freuen sich alle auf so ne Landpartie,
denn so e scheenes Wetter wie heute war noch nie.
Ganz voraus da eilt vor Freud dr kleene Franz,
mit dem Dackel rennt´r nu wie närrisch ganz.
Hinter ihm da kommt de Tochter, die Marie,
se träschd den ausgebumbten roten Perpelin.
Er und sie spazieren wackelnd Arm in Arm,
hinterher da kommt dr Fritz, dass Gott erbarm.
Und die alte Köchin macht den Schluss,
enn Korb und noch zwee Kinder schleppt se voll Verdruss.
Kinder so nett sie laufen,
die Alte kann kaum noch schnaufen.
Denn die Sonne scheinet so heiß,
sie is schon ganz gebadet im Schweiß.
Dr Vater und all die andern
sind miede und matt vom Wandern.
Hunger gibts und Durscht ganz viel und so kommt mr ans Ziel.
So sitzen se alle im schattenreichen Hain,
erquickend und labend bei Braten und bei Wein.
Off eema wird's finster am ganzen Firmament,
das Donnern und Blitzen nimmt heute gar kein End!
Nu springen se alle wohl off in wilder Hast,
es reeschnet in Strömen und alle werden nass.
Doch plötzlich - oh Schrecken - e Bach versperrt den Weg,
da missn se hinieber, den alten schadschen Steg.
Krach, da bricht das morsche Brett, es is ze dumm!
Wie de Fische schwimmt de Schaar im Bach herum.
Und dr Vater wie e Stockfisch sieht dr aus,
wie's Riesenkrokodil die Frau Mama, oh Graus!
„Ach“, so schreit de Mutter: „Kinder is mir‘s schlecht!",
'n Vater is es wirklich selber ooch ni recht.
Und de Tochter die ist käsebleich vor Zorn:
se hat`n ausgepumpten Reeschenschirm verlor'n!
Später scheint wieder de Sonne, vorbei ist de ganze Wonne.
Forschtbar sehn de Kleeder nu aus,
hungrig und miede komm`se nu nach Haus.
Matt sind de Oochenlieder, alle leeschen sich nieder.
Träumen im Bedde von spät bis frieh
von dr nächsten Landpartie ...
Quelle: Vorgesungen hat es es uns André Kannegießer, der das Lied wiederum von seiner Oma Elly Langbein gehört hat. Eine herrliche Geschichte von einem zünftigen Sonntagsausflug, wie ihn sicherlich der eine oder andere schon selbst erlebt hat.