E Abendeuer im Eisenbahncubbé
Sie kam mir vor wie eene Fee, wohl aus dem Reich der Sterne,
mir fuhr'n im Eisenbahncoupé von Dresden bis nach Bärne.
Ich sah sie an, sie sah mich an, es war doch gar zu scheene.
Mir sahn uns alle beede an, mir saßen ganz alleene.
Und Berg und Tal und Feld und Wald, flog'n nur so vorüber,
und wie ne holde Traumgestalt, saß se mir gegenüber.
Ich sachte nischt, sie sachte nischt, es war doch gar zu scheene.
Mir sachten alle beede nischt, und saßen ganz alleene.
In Bärne stieg sie plötzlich aus, lies mich zurück im Wagen,
wahrscheinlich war se hier ze Haus, ich wollte grad was sagen!
Da pfiff’s, der Zug fuhr wieder los, das war ganz scheen gemeene!
Ich blieb zurück und dachte bloß: Nu bin‘sch wieder alleene.
mir fuhr'n im Eisenbahncoupé von Dresden bis nach Bärne.
Ich sah sie an, sie sah mich an, es war doch gar zu scheene.
Mir sahn uns alle beede an, mir saßen ganz alleene.
Und Berg und Tal und Feld und Wald, flog'n nur so vorüber,
und wie ne holde Traumgestalt, saß se mir gegenüber.
Ich sachte nischt, sie sachte nischt, es war doch gar zu scheene.
Mir sachten alle beede nischt, und saßen ganz alleene.
In Bärne stieg sie plötzlich aus, lies mich zurück im Wagen,
wahrscheinlich war se hier ze Haus, ich wollte grad was sagen!
Da pfiff’s, der Zug fuhr wieder los, das war ganz scheen gemeene!
Ich blieb zurück und dachte bloß: Nu bin‘sch wieder alleene.
Quelle: Gefunden haben wir das Lied in einem Liederbuch von 1915. Text und Melodie wurden von Carl-Hugo Eisenach (1886 – 1935) notiert, einem fleißigen Sammler folksnaher Lieder und übrigens auch großen Freund der Thüringer Waldzither.